
Es gibt eine Reihe von Pflanzen, die sich in typischen weiblichen Problemfeldern zu Recht einen guten Namen erworben haben.
Rotklee
Die auch als „Phytoöstrogene“ bezeichnete Gruppe der Isoflavone kommt hauptsächlich in Rotklee und in der Sojabohne vor. Isoflavone gehören zu den am besten untersuchtesten Pflanzenstoffen. In der westlichen Ernährung beträgt die Zufuhr an Isoflavonen etwa 5 mg pro Tag, während in Asien lebenden Frauen, die weitgehend frei von Wechselbeschwerden sind, durchschnittlich 50 mg (bis zu 200 mg) täglich durch ihre sojareiche Ernährung zu sich nehmen.
Die Wirkungen der Isoflavone sind vielfältig: neben einem sanften Ausgleich des Östrogenabfalls im Rahmen der Menopause und den daraus resultierenden positiven Effekten verdichten sich auch die Hinweise auf eine krebsvorbeugende Funktion der Isoflavone.
Sojabohne
Sie besitzen einen schützenden Einfluss auf den Hormonstoffwechsel und schützenden Einfluss auf den Hormonstoffwechsel und schützen so vor unkontrolliertem Zellwachstum. Damit kommt den Isoflavonen sowohl in der Prävention als auch in der Therapie ein besonderer Stellenwert für die Frauengesundheit zu.
Traubensilberkerze
Die Traubensilberkerze wurde bereits von den Ureinwohnern Nordamerikas zu Heilzwecken eingesetzt und hat heute ihren festen Platz in der Therapie von Wechselbeschwerden, vor allem bei Hitzewallungen und Schweißausbrüchen.
Mönchspfeffer
Der Mönchspfeffer ist eine Pflanze des mediterranen Raumes. Seit dem Mittelalter ist seine positive Wirkung auf Regelbeschwerden bekannt. Zahlreiche klinische Studien mit Extrakten aus Mönchspfefferfrüchtenbestätigen die Anwendungsgebiete prämenstruelles Syndrom, Mastodynie (spannungsgefühl bzw. Schmerzen beider Milchdrüsen) und Regeltempoanomalien und Zyklus-Rhythmusstörungen.
Passionsblume
Ihren Namen erhielt die anmutige Passionsblume von europäischen Missionaren, die sie im 17. Jahrhundert von Mittelamerika nach Europa importierten. Heute ist die Wirkungsweise der Passionsblume wissenschaftlich gut dokumentiert. Sie stellt bei nervösen Unruhezuständen, die mit Beklemmungs- und Angstgefühlen sowie Ein- und Durchschlafstörungen einhergehen, eine pflanzliche Option ohne Abhängigkeitspotenzial dar. Die Einnahme kann auch Frauen helfen, die ein erhöhtes Risiko für ein „Burnout Syndrom“ aufweisen. Trotz der guten Wirkung ruft die Passionsblume im Allgemeinen keine Übermüdung hervor, weshalb der Einsatz im stressbelasteten, leistungsorientierten Arbeitsalltag durchaus sinnvoll sein kann.
Johanniskraut
Schon im Mittelalter erkannte man den positiven Nutzen von Johanniskraut wenn „Schatten auf die Seele gefallen waren“. Anwendungsgebiete sind heute psychovegetative Störungen und leichte bis mittelschwere depressive Verstimmungszustände. Die antidepressive Wirkung von Johanniskraut ist in klinischen Studien gut gesichert. Die Lichtempfindlichkeit der Haut als Nebenwirkung wird immer wieder thematisiert. Sehr hellhäutige Personen sollten daher bei Einnahmen von Johanniskraut strake UV-Strahlung meiden. Ebenso kann die Wirkung der „Pille“ abgeschwächt werden.
Cranberry
Die nordamerikanische Cranberry ist mit der heimischen Preiselbeere nahe verwandt. Sie enthält Wirkstoffe, die das Anhaften von Bakterien wie E.coli an die Schleimhäute der Harnwege hemmen. Studien zeigen auch einen klinischen Nutzen bei der vorbeugenden Einnahme zur Vermeidung von Harnwegsinfekten. Besonders Frauen mit immer wiederkehrenden Harnwegsinfekten profitieren von der Cranberry Einnahme.
Kürbis
Belastungs- oder Stressinkontinenz, Reizblase und Dranginkontinenz sind die häufigsten Formen der Blasenschwäche bei Frauen. Eine große Rolle in der Problematik spielt ein hormonelles Ungleichgewicht, das einen Einfluss auf die Muskulatur von Beckenboden und Blase hat. In diesem Zusammenhang stellen die Samen des steirischen Kürbisses seine sinnvolle pflanzliche Therapiemöglichkeit dar. Bei täglicher Einnahme von Kürbiskernextrakt zeigt sich ein positiver Effekt auf die Muskulatur von Beckenboden und Blase.